Norbert Maibaum - Mini Saison 2008 - Transat 6,50 2009

GER 338 - Coconut Run

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OPENSAIL: Bericht zur 2. und 3. Etappe

Juli 19th, 2008 · 1 Comment · Opensail 2008, Qualifizierung Azoren-Race, Qualifizierung Transat 6,50

Jaaaaa! Wir haben das OPENSAIL als 12tes Boot im Ziel nach der dritten Etappe erfolgreich beendet. Jaaa, es war ein sehr hartes Rennen. Das zeigen die 3 Mastbrüche und die weiteren 5 Renn-Abbrüche. Nur 12 von ursprünglich 20 gestarteten Booten haben nach der dritten Etappe das Ziel erreicht.

Wir sind wirklich überglücklich. Die zweite Etappe war hart, suuuper nass, ab Lands End um die Ecke dann aber schnelles Segeln - weiter mit 2 Reff und gerefftet Fock. In dieser Besegelung ist es Steffi gekungen 14 Knoten auf die Logge zu bringen! Ich habe in der Zwischenzeit Literweise das Wasser aus dem Schiff gelenzt. Soviel Wasser hatte ich bisher noch nie im Boot. Alles, wirklich alles war nass. Wir waren selbst komplett durchgeweicht. Es war kalt und wir haben festgestellt, dass der Bristol Channel nicht unser bevorzugtes Segelrevier wird…

Eineinhalb Tage Aufenthalt in Bristol = volles Programm: Hotel finden, Boot putzen, Ausrüstung trocknen, uns selbst erholen, Segelkleidung waschen… und den Dauerregen ertragen …

Die dritte Etappe hat sich dann zum Ende immer mehr gezogen und war erst im Ziel wieder wirklich schön. Wir sind dabei geblieben, hatten keinen Bruch an Bord und haben erst wirklich in der dritten Etappe eine Art von Bord-Routine entwickelt: Steffi hat komplett 12 Stunden Wache am Tag gefahren - ich die anderen 12 Stunden von 22.00 Uhr bis 10.00 Uhr. Eigentlicher Grund hierfür war, dass ich in Cardiff mit einer schweren Magenverstimmung gestartet bin und nach dem Start um 15.30 Uhr bis abends in der Koje lag. Danke an Steffi an dieser Stelle, die bei den 25 Knoten Wind gegenan und der so unangenehmen und nassen Welle im Bristol Channel mir meine “Pause zum auskurieren” gegeben hat. Erst ab Lands End konnten wir - wie von Eddie und BRAINAID angekündigt die Schoten fieren. Bis dahin war aber jeder Meile erkämpft.

Anschließend wurde der Wind immer schwächer und wahrscheinlich haben wir den großen Spi ein wenig zu spät gezogen - aber wir sind in der Zeit ins Ziel gekommen und das war auch unsere eigene Vorgabe, denn nach den mir fehlenden (bzw. nicht angerechneten Meilen) von der MAP und dem Mini-Fastnet war es notwendig, dass ich noch 700 Meilen und mindesten 500 Meilen in einer Etappe mache. Anmerkung: einzelne Etappe werden nicht gewertet, sondern nur komplett beendete Rennen. Das sind die Regeln…

Mit dem Zieldurchgang beim OPENSAIL habe ich mich für das Azoren-Rennen “Les Sables - Les Acores” qualifiziert UND habe ebenfalls die formale Qualifikation für den Start beim “Transat 6,50″. Das Wort “formal” steht dort, weil dies eben wirklich erst nur eine Formalie ist. Um einen Startplatz zu bekommen, ist es - so zeigen es die vergangen Jahre - notwendig die Anzahl der Race-Meilen nochmals so hoch wie möglich zu addieren. Unter anderem hierzu starte ich am 26.7. im SOLO - Race “Les Sables - Les Acores”.

 OPENSAIL: Bericht zur 2. und 3. Etappe

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1 response so far ↓

  • 1 celly+nadine // Jul 20, 2008 at 21:48

    ihr seht klasse aus mit dem ding in eurer mitte :)
    glückwunsch nochmal an dieser stelle. ganz viel erfolg beim azoren-race. wir werden die zielflagge in frankreich für dich schwenken. bis dahin.

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