Norbert Maibaum - Mini Saison 2008 - Transat 6,50 2009

GER 338 - Coconut Run

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Wetter Potpourri

Oktober 12th, 2009 · 1 Comment · Transat 6,50

Die kunterbunte meterologische Mischung die die Intertropische Konvergenzzone für die Miniskipper bereit hält wird diese für die nächste Zeit beschäftigen. Ungewöhnliche Erscheinungen zeigte das Wetter schon seit Beginn der zweiten Transatetappe, nun setzen sie sich auch in Äquatornähe fort. Zwischen den Nord- und Südpassatzonen regiert die Instabilität. Jeweils bis zum 10. Breitengrad befindet sich der Kalmengürtel, immer ein wenig in Bewegung in Abhängigkeit der Jahreszeiten und Wettersysteme. Dieses Jahr verzeichnen die Meterologen von Météo Consult eine besonders aktive Zone, die sich durch heftige Gewitter mit Schauerböen bis zu 45 Knoten auszeichnet.

Die Feldspitze ist bereits in den Einflussbereich der Zone gelangt, was sich in einer verlangsamten Geschwindigkeit bemerkbar macht. Die Karten werden neu gemischt. Der ehemals Führenede Betrand Delesne (754) ist von seinen Verfolgern eingeholt. Meilenvorsprung reduziert sich jedoch im bevorstehenden Wetterroulette zur Bedeutungslosigkeit.

Die 80 bootstarke Miniflotte ist am neunten Regattatag sehr weit auseinandergezogen. Mit Knapp 985 Km in der Länge und 275 Km in der Breite deckt sie damit eine Fläche von rund 270.875 Quadartkilometern - immerhin rund 77 % der Fläche Deutschlands - auf dem Ozean ab. Enorm und wie die gesamte Regatta extrem !

Die beiden Schweizer Fabrice Germond (476) und Mathieu Verrier (615) machen mit ihren Protos derweil auf der Insel Sao Vicente ihren angekündigten technischen Stop. Ich drücke den beiden sympathischen Seemännern die Daumen, dass sie die Probleme an den Booten beheben und sich ebenfalls auf den großen Abschnitt der langen zweiten Etappe begeben können.

Rund 120 Meilen weiter südlich betätigt sich der 3000 Meter hohe Vulkan Fogo als Spielverderber für Mathis Prochasson (504), Pierre Rolland (722) und Arnaud Vasseur (247) in dem er die drei, die ihn in rund 60 Meilen Entfernung südwestlich passieren, durch seine weitreichende Windabdeckung ausbremst. Bis zu 100 Meilen kann sich der von den Seglern gefürchtete Windschatten des Berges auf dem Wasser auswirken.

Norbert wird wohl noch vor dem Morgengrauen mit Coconut Run die Durchfahrt des Archipels beginnen. Ich bin gespannt, welche Route er dabei wählen wird. Andreas Lindlahr hat sich während der Passage auf den 25. Platz vorgearbeitet.

Die Spitzengruppe bereitet sich auf den Eintritt in die anstrengende Zone des Wetterpotpourris vor. Während des Etappenaufenthaltes in Funchal erzählten einige Skipper von früheren Erfahrungen und Erlebnissen beim Passieren des Pot au Noir. Nicolas Boidevezi (719) will auf jeden Fall gut ausgeruht dort ankommen, um dann hellwach zu sein bei der Suche nach den vorteilbringenden Windfeldern zwischen den Flauten. Stéphane Le Diraison (679) berichtet, wie er während des Transat 2007 hilflos mit ansehen musste, wie der in Sichtweite, nur ca. 150 Meter von ihm entfernt segelnde Hervé Piveteau, ein Windfeld erwischte und sich immer weiter entfernte, wohingegen er selbst noch die nachfolgenden 12 Stunden in der Flaute gefangen blieb.

Die Classements sahen am 12. Oktober 2009 um 15:00 Uhr folgendermaßen aus:

Protos (33 Boote im Rennen):

1. Thomas Ruyant (Faber France) 667: 1 646,72 Meilen zum Ziel
2. Bertrand Delesne (Entreprendre Durablement) 754: 3,24 Meilen zum Führenden
3. Henri-Paul Schipman (Maisons de l’avenir Urbatys) 716: 6, 34 Meilen zum Führenden
4. Stéphane le Diraison (Cultisol-Marins sans frontières) 679:  30,89 Meilen zum Führenden
5. Fabien Després (Soitec) 617: 30,93 Meilen zum Führenden

Serienboote (47 Boote im Rennen)

1. Charlie Dalin (Cherche Sponsor-charliedalin.com) 435: à 1 737,53 Meilen zum Ziel
2. Ricardo Apolloni (Ma Vie pour Mapei) 426: 7,43 Meilen zum Führenden
3. Xavier Macaire (Masoco Bay) 472: 18,37 Meilen zum Führenden
4. Francisco Lobato (ROFF TMN) 607: 24,31 Meilen zum Führenden
5. Luca Del Zozzo (Corradi) 686: 41,89 Meilen zum Führenden
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25. Andreas Lindlahr (Umpalumpa) 682: 132,42 Meilen zum Führenden
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46. Norbert Maibaum (Coconut Run) 338: 355,47 Meilen zum Führenden

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1 response so far ↓

  • 1 Susanne // Okt 13, 2009 at 11:04

    Ich verfolge auch dieses Jahr die Pogo-Regatta im Internet und bin von den Informationen auf dieser Seite beeindruckt. Man erfährt sowohl über verschiedene(!) Segler etwas als auch über die Gegend, wo sich das Feld befindet.
    Leider konnte ich Norbert kein besseres Wetter “runterschicken”. Hier auf Faial hatten wir in der letzten Zeit auch nur Regen und Sturm.
    Vielen Dank für diese Arbeit!
    Susanne aus Horta

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