Norbert Maibaum - Mini Saison 2008 - Transat 6,50 2009

GER 338 - Coconut Run

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Enfin les alizés !

Oktober 9th, 2009 · No Comments · Transat 6,50

Endlich sind sie da ! Les alizés - die Passatwinde. Lang ersehnt haben sie sich schließlich eingestellt. Die großen Spis werden gezogen und das Surfen über die Atlantikwellen beginnt.

Der Open 60 Max Havelaar hat 2004/2005 im Rahmen der Vendee Globe eine Einhandweltumsegelung erfolgreich beendet und ist jetzt eines der 7 Begleitboote. Die Crew berichtet von ihren Erlebnissen auf See. Seit zwei Tagen segeln sie im Bereich der Spitzengruppe des Feldes und begleiten diese auch bei deren Passage durch die Kanarischen Inseln. An der Nordküste von Teneriffa entdecken sie Bertrand Delesne (754), der nur 20 Meter von der Steilküste entfernt kreuzt. Ein gewagtes Unterfangen, dass sich jedoch durch die raumenden Winde für ihn auszahlt. Die 6 Boote der Spitzengruppe navigieren schon seit über 30 Stunden in Sichtweite. Eine wirklich taktisch anspruchsvolle Hochseeregatta!

Die Kulisse bildet ein wunderschöner Sonnenuntergang hinter Gomera und Mondaufgang hinter Teneriffa. Nach einer sehr ruhigen Nacht unter klarem Sternenhimmel aber grosser Taufeuchtigkeit nimmt die kleine Flotte eine Flautenzone in Angriff. Im schwachen Wind bleiben die ersten Versuche den Spi zu setzen fruchtlos. Die Skipper nutzen die Pausenzeit zum Trocknen und Aufräumen des Bootes und entspannen ein wenig. Bertrand nutzt die Gelegenheit in den Mast zu steigen und seinen Windmesser zu reparieren. Alle gehen davon aus, dass sich morgen der Passat einstellt und der Surf zu den Kapverden beginnt. Die Tagesbedingungen beschreiben sie wie folgt: Sonne, Wind unter 5 Knoten, ruhige See, Delphin, Wal und Schildkröte.

Das Begleitboot “Podorange” eskortiert die im östlichen Teil des Archipels segelnden Minis und erzählt von der Flaute und den Gedanken darüber, ob und wie lange sich diese nun aus dem Staub gemacht hat. Sie warten und bewundern zwischenzeitlich das Rauschen des Meeres, die Schwanzflosse eines Finnwales und Pottwale. Mathieu Verrier (615) meldet sich zur Funkrunde und berichtet von einem 2 Meter langen Hai, der rund 50 Meter entfernt von seinem Mini vorbeigeschwommen ist. Die Miniflotte steuert weiter ihren Wegenpunkt vor der afrikanischen Küste an. Die Stimmung ist gut. Die Verhältnisse um 18 Uhr: 15 Knoten Westwind, leicht bewegte See, wolkenloser Himmel, keine Schauerwolken am Horizont, Luftdruck 1014 hpa.

Am Mittwoch, den 07. Oktober 09 befinden sich noch 81 Skipper im Rennen. Andrew Wood (500) kann die Probleme mit seinem Autopiloten nicht beheben und muss das Rennen leider abbrechen. Nach 3 Tagen gegenan Segeln, anschließender Flaute und dem nachfolgenden Versuch den Flautenfallen zwischen den Inseln zu entkommen hat die Spitzengruppe der Minis tatsächlich den nordöstlichen Windhauch erreicht, den sie schon seit dem Verlassen des Hafens von Funchal gesucht hat. Ab jetzt heisst es die langezogenen Wellen hinunterzusurfen und die schillernden Schwärme der fliegenden Fische vor ihrem Bug zu beobachten. Leider ist diese Vergnügen zunächst nur der Feldspitze vergönnt. Das Hauptfeld dahinter - darunter auch Norbert - steckt teilweise noch in der Flautenzone.

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