Norbert Maibaum - Mini Saison 2008 - Transat 6,50 2009

GER 338 - Coconut Run

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Islas Canarias

Oktober 7th, 2009 · No Comments · Transat 6,50

Der 05. Oktober ist der dritte Tag auf See und steht für die Skipper ganz im Zeichen der Kanarischen Inseln. Am frühen Nachmittag passiert die Spitzengruppe das Archipel zwischen den Inseln La Palma und Teneriffa. Das Hauptfeld folgt der Route, teilt sich dann aber bei der Passage von Gomera auf. Nur jeweils kleine Gruppen nehmen extremere Wege und fahren entweder ganz im Westen an der Inselgruppe vorbei, oder wählen die Durchfahrt zwischen Gran Canaria und Fuerteventura.

Immernoch müssen die Minis kreuzen. Ihren Zick-Zack-Kurs dokumentiert der Race-Tracker eindrucksvoll. Auf Höhe der Inseln nimmt der Südwestwind etwas ab. Die Hoffnung der spanisch-italienischen “Ostgruppe” in der Nähe der nordafrikanischen Küste auf die Passatwinde zu stoßen erfüllt sich zu diesem Zeitpunkt auch noch nicht.

Bei den Protos führt Fabien Depres (617) vor Henri Paul Shipman (716) und Nicolas Boidevezi (719). Die Serienbootwertung wird von Charlie Dalin ( 435) vor Francisco Lobato (607) und Henri Meyniel (539) angeführt. Andreas Lindlahr (682) ist 34. und Norbert 47.

 Islas Canarias

Die Nacht auf Dienstag wird in vielerlei Hinsicht spannend werden: Wird der Wind abflauen? Wird er wie vorhergesagt auf den westlichen Sektor drehen und damit einen direkten Südkurs für die Minis ermöglichen? Gibt es Flautenfallen? Der Morgen wird schließlich das Resultat der Nacht offenbaren und zeigen, ob die sich die Entscheidungen der Skipper bezüglich ihrer Navigation für sie auszahlen werden indem sie die Kanaren im Kielwasser gelassen haben, oder ob sie wertvolle Meilen auf ihre Konkurrenten verloren haben.

In der Nacht sieht sich Xavier Haize (432) gezwungen den grünen Knopf seiner Inmarsat-Bake zu drücken, um der Regattaleitung anzuzeigen, dass er ein technisches Problem an Bord hat. Alles deutet darauf hin, dass er nach Funchal zurückfahren wird. Der Grund dafür bleibt zunächst unbekannt.

Am frühen Morgen des 06. Oktobers sendet das Begleitboot “Zidibule” einen kurzen Lagebericht. Nach 60 Stunden gegenan befinden sie sich in der Passage zwischen Gomera und Teneriffa. Sie kreuzen gegen durchstehende 5 Beaufort und eine starke Strömung an. Sie berichten, dass die Skipper in den Funkrunden (vacations) zwar viel reden, jedoch nichts sagen, da sich das Rennen gerade in einer sehr taktischen Phase befindet.

Im Laufe des Tages sehen sich Yves Ravot (599), Andrew Wood (500) , Caroline Vieille (439) und Maxence Desfeux (132) gezwungen auf La Palma bzw. Teneriffa einen technischen Stop einzulegen, um Reparaturen (gebrochene Pinne und defekte Autopiloten) auszuführen. Sie wollen so schnell wie möglich das Rennen wieder aufnehmen.

Am Nachmittag teilt Xavier Haize (432) der Regattaleitung telefonisch aus Funchal seinen Rennabbruch mit. Er sieht sich außer Stande in den für einen technischen Stop erlaubten 72 Stunden den Totalausfall seiner Elektronik zu beheben.

Für die anderen spielt die Musik im Zentrum der Inseln und im Westen davon, wohingegen die 4 Minis auf der Ostroute in einer totalen Flaute stecken. Das Risiko des extremen Westkurses zahlt sich im Tagesverlauf für Charlie Dalin (435) immer mehr aus. Er kann seine Führung auf knapp 50 Meilen vor seinen Verfolgern ausbauen. Während die Geschwindigkeit der Führenden sichtbar zunimmt, gerät das Feldende leider in eine Flaute.

Rémi Aubrun (630) meldet, dass er sich bei einer Wende Teile des Großsegels zerrissen hat, den Schaden aber bereits wieder ausbessern konnte. Alles ist ok!

Die Prognose für die bevorstehende Nacht auf Mittwoch indiziert abermals eine schwierige Phase. Der Wind soll abflauen und unbeständig sein, bevor er schließlich auf West drehen, zunehmen und schließlich auf Nord weiterdrehen soll. Es wird eine ermüdende und nervenraubende Nacht, die von der Suche nach Windfeldern und vielen Manövern geprägt sein wird.

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