Norbert Maibaum - Mini Saison 2008 - Transat 6,50 2009

GER 338 - Coconut Run

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Auf die Minute

Oktober 6th, 2009 · 1 Comment · Transat 6,50

genau um 14:02 lokaler Zeit in Funchal schickt der Startschuss am 03. Oktober 2009 die 83 Skipper mit ihren Minis auf die zweite Etappe des Transat 650 in Richtung Bahia. Die Hafenstadt, deren Häuser an die steilen Berghänge der Vulkaninsel gebaut sind, formt eine eindrucksvolle Hintergrundkulisse für das Spektakel. Die Wolken hängen heute sehr tief und geben nur einen Teil der Anhöhen preis.

 Auf die Minute

Vorbei ist die lange Zeit der Vorbereitung. Die Teilnehmer sind mit dem Start zur zweiten Etappe am Ziel ihrer Träume und Visionen angelangt. Sie stellen sich damit wohl einer der größten Herausforderung ihres Lebens. Eine Atlantiküberquerung von rund 3100 Meilen, alleine, ohne Unterstützung von aussen auf einem nur 6,50 Meter großen Segelboot.

Norbert und Andreas sind die beiden im Rennen verbliebenen deutschen Teilnehmer dieses Abenteuers.

 Auf die Minute

Durch die schnelle ertse Etappe gestaltete sich der Etappenstop auf Madeira relativ lang. Für manche zu kurz zur Erholung, da sie teilweise enorme Schäden an Ruderblättern, Spibäumen, Rigg, Autopiloten oder dem Kiel und Rumpf repariern mussten.

 Auf die Minute

Diejenigen, die ohne größere Blessuren durch die Biskaya und den Atlantik gekommen waren, wurde der Aufenthalt fast schon zu lang. Manche konnten es kaum abwarten endlich wieder in die Weiten des Ozeans segeln zu dürfen.

Die Ruhe, das entspannte Treiben auf den Stegen und die geselligen Abende wichen an den letzten beiden Tagen vor dem Start einer zunehmenden Anspannung unter allen Beteiligten.

 Auf die Minute

Die Supermärkte wurden rege besucht und die Verproviantierung mit Wasser und frischen Lebensmitteln mussten erledigt werden. Die Regattaregeln schreiben jedem Skipper zwingend vor 140 Liter Wasser in Kanistern mitzunehmen. Weitere 35 Lieter Getränke in Flaschen sind optional erlaubt.

 Auf die Minute

Das schöne Wetter hat seit Mittwoch umgeschlagen und die kräftigen Platzregen wurden nur durch kurze Pausen unterbrochen. Dies erschwert die Vorbereitungen und bietet einen Vorgeschmack auf das tropische Klima. Der Wetterumschwung wird von Südwestwind begleitet, was die Skipper nicht besonders glücklich stimmt, da dies genau die Richtung ist, in die sie in wenigen Tagen segeln sollen. Das abschliessende Skipper- und Wetterbriefing bestätigt die ungewöhnliche Wetterlage. Der Nordostpassat, der die kleinen Boote mit ihren großen bunten Spinnakern über die Atlantikwellen gleiten lassen soll, bleibt auf Grund eines Tiefdruckgebietes bei den Azoren erstmal aus. Eine Kreuz bis zu den Kanarischen Inseln deutetd sich für die raumwindliebenden Minis an. Taktische Entscheidungen sind gefragt und erschweren die letzetn Stunden an Land. Ost- oder Westkurs? Wetterdaten werden studiert und immer wieder ausgewertet.

 Auf die Minute

Ab 11:30 Uhr werden schließlich die Boote aus dem Hafen geschleppt. Der Countdown beginnt, das Boot ist vorbereitet.

 Auf die Minute

Endlich kommt das Dinghi zum Schleppen.

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nur noch die Segel setzten

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und wenig später geht es los:

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Ab jetzt sind sie auf sich alleine gestellt bei ihrer langen Passage über den Atlantik, der sie an den Kanarischen Inseln, den Kapverden, durch die Kalmen, über den Äquator auf die Südhalbkugel nach Brasilien bringen wird. Ich wünsche allen eine gute Fahrt. Bon voyage !

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1 response so far ↓

  • 1 Pierre // Okt 6, 2009 at 03:27

    Hey Nobse, ich werde Deine Route verfolgen. Good Luck. Gruesse aus Brisbane

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