Norbert Maibaum - Mini Saison 2008 - Transat 6,50 2009

GER 338 - Coconut Run

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Die Biskaya…

Juli 30th, 2008 · No Comments · Azoren-Race, Qualifizierung Transat 6,50

wird ihrem Ruf gerecht! Der Süd-West und Westwind war in Realität wesentlich kräftiger als die Prognosen dies annehmen ließen, weshalb sich mittlerweile 12 Skipper zur Umkehr nach Les Sables D’Olonne oder Lorient entschlossen haben. Die Miniflotte ist extrem weit über die Biskaya verstreut und die weitere Passage der Biskaya wird enorm anstrengend werden!

Die Gewitterfront hat die Biskaya und das Küstengebiet der Vendée wesentlich härter getroffen als die Wettervorhersage dies vermuten ließ. Auf den Begleitbooten der Flotte wurden auf dieser ersten Etappe von Les Sables nach Horta Böen von mehr als 35 Knoten Wind gemessen.

Auch wenn eine Vielzahl der Minis sich nach dem Drehen des Windes auf Süd-West bis Süd dazu entschieden haben sich in Richtung der spanischen Küste zu begeben, um dort in der Landabdeckung etwas Schutz vor dem zunehmend rauen Seegang zu finden, haben die wetterbedingt deutlich schlechteren Bedingungen auf See die zahlreichen Abbrüche verursacht. Die Skipper, die auf dem Weg zu einem Hafen sind, um Reparaturen auszuführen haben wenig Chancen das Rennen wieder aufzunehmen, da ihnen das Feld danach bereits fast 300 Meilen enteilt sein wird.

Der Wind bleibt unkooperativ!

Nach dem Durchzug der Gewitterböen am Montag ermöglicht ein deutlich handigerer Wind den Solisten momentan ein Vorankommen mit über 6 Knoten in Richtung Kap Finisterre. Der Führende Pierre-Yves Lautrou, 543 Altaïde Moovement befindet sich ca. 75 Meilen nördlich von La Coruña, im Abstand von 10 Meilen gefolgt von Sébastien Marsset, 517 Association Véole. Norbert hat sich weiter nach vorne gearbeitet und nimmt im Moment die 20. Position bei den Serienminis ein.

Im Gegensatz dazu werden die im Norden segelnden Minis weiterhin mit starkem Wind von 25 Knoten und mehr konfrontiert. Da die Windrichtung stabil bleiben soll, haben die Nordminis keine andere Wahl, als ihre Route nach Westen fortzusetzen und dabei innerhalb der nächsten 36 Stunden mindestens 3 Fronten mit über 25 Knoten Wind über sich ergehen zu lassen. Sofern sie dies heil überstehen, haben sie jedoch gute Chancen am nächsten Wochenende eine schnelle Gleitfahrt zu den Azoren zu erwischen. Diese Route wird sehr hart, ermüdend und arbeitsreich und zudem bis Sonntag auch langsam sein, aber es könnte sich als die bessere Wahl im Vergleich zur Südroute herausstellen.

Die Windpause für die Südminis wird nicht länger als 24 Stundnen andauern. Der Wind soll ab Dienstagabend auf Süd mit einer Stärke von 12 Knoten drehen und wird der Flotte ermöglichen das Kap Finisterre gut zu passieren. Die ersten werden am Mittwoch Morgen, die letzten am Nachmittag erwartet. Danach steht ihnen über 4 bis 5 Stunden erneut eine schwierige Passage mit schweren Regenschauern und kräftigem Wind über 25 Knoten aus Süd-West bevor!

Erfreulicherweise soll die Nacht von Mittwoch auf Donnerstag mit schwachem Wind aus West bis Nord-West für etwas Erholung sorgen. Die Strecke bis zum Archipel der Azoren bleibt jedoch sehr lang und wird den Solisten noch einiges an Geduld abverlangen, bevor sich die Vulkaninseln am Horizont erheben…auf keinen Fall vor nächster Woche!

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