Norbert Maibaum - Mini Saison 2008 - Transat 6,50 2009

GER 338 - Coconut Run

Norbert Maibaum - Mini Saison 2008 - Transat 6,50 2009 header image 1

Eine Verabredung am 13. September 2009!

Juli 3rd, 2009 · Transat 6,50

Transat650 2009 Charente-Maritime Bahia

Zweiunddreißig Jahre nach der Erstausgabe startet am Sonntag, den 13. September 2009, vor der Kulisse von La Rochelle, Charente-Maritime in Frankreich die 17. Ausgabe der Transat 6,50 Charente-Maritime / Bahia.

Dieses Rennen ist für alle der 84 internationalen Teilnehmer und damit auch für Norbert Maibaum die “große” Prüfung: Ein SOLO-Rennen quer über den Atlantischen Ozean!

Jeder der Teilnehmer wird beim Transat 6,50 einhand, d.h. alleine auf seinem Segelboot vom Typ Mini 6,50 das Rennen antreten und ohne äußere Hilfe absolvieren. Ein “Mini 6,50″ - Segelboot ist eine Konstruktionsklasse. Es ist die kleinsten Hochsee-Rennklasse für Segelboote. Es handelt sich bei diesen Segelbooten damit also um reinrassige Offshore-Racer!
Norbert Maibaum hat mit seiner Pogo 6,50 “Coconut Run” bereits mehrere Rennen, unter Anderem das “Les Sables - Les Açores - Les Sables 2008″ erfolgreich absolviert.

Am 13. September 2009 steht für Norbert Maibaum die größte bisherige Herausforderung an: Die erfolgreiche Teilnahme am

Transat 6,50

Charente-Maritime / Bahia 2009.

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Pornichet Select 6,50 - 2009: Nachtrag

Juli 1st, 2009 · Pornichet Select 6,50 Ed. 2009, Qualifizierung Transat 6,50

An dieser Stelle wieder eine kurze Statistik zum Rennen

Meldungen: 44 Serie / 27 Protos

Allerdings waren nur 64 davon Boote am Start. Skipper mit Ihren Booten waren aus 11 Nationen anwesend.

Finisher: 24 von 38 gestarteten Serienbooten sind über die Ziellinie gegangen, sowie 16 von 26 gestarteten Protos haben gefinished. Insgesamt damit eine recht hohe Zahl von Rennabrüchen beim Pornichet Select 6,50 2009. Diese Zahlen zeigen dann doch ein wenig, dass das da draußen ein Stück harte Arbeit war.

Und in eigener Sache: Im Rennen waren drei Pogo1. 338 - Coconut Run hat davon als einzige die Start- und Ziellinie passiert.

Es gab während dem Rennen auch in diesem Jahr einen Live-Ticker: http://select650.canalblog.com/

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Pornichet Select 6,50 - 2009: Bericht Teil 3 - Das Rennen

Juni 21st, 2009 · Pornichet Select 6,50 Ed. 2009, Qualifizierung Transat 6,50

Schon in dem 5-Seemeilen-Abschnitt zur ersten Luvtonne kommen Einige der Segler zurück, da Sie auf dem Weg aus der Bucht eine Tonne falsch passiert haben und nun in der korrekten Weise passieren müssen - etwas Glück für mich, denn die Ersten sind damit wieder hinter mir. Ich habe mich etwas von meinem Schock des Zusammenstoßes beim Start erholt und versuche an das Feld ranzufahren - um die Tonne herum bin ich jedenfalls nicht der Letzte des Feldes.

Jetzt geht es nochmal zurück, um zuerst eine “Hole”-Tonne zu nehmen, bevor der eigentliche Kurs beginnt. Als es für mich soweit ist, bin ich froh, dass ich trotz des Schadens weitergefahren bin.

Ich komme gut voran. Bereits in der Nacht - in diesem Jahr -  erreiche ich Birvideaux Lighthouse. Letztes Jahr gab es auf diesem ersten Weg eine riesige Flaute und ich kam erst am Mittag des nächsten Tages an.

Es ist stockdunkel. Ich will etwas Abstand vom ankernden Markboot halten. Aber genau als ich den Leuchtturm passieren will, fahre ich auf Etwas auf und hänge fest … wahrscheinlich eine Fischerboje. Ich falle sofort ab und komme nach kurzer Zeit wieder frei. Leider habe ich wertvolle Strecke verloren. Aber ich bin rum und nun geht es mit südlichem Kurs weiter. Außen herum die Belle Ile passieren. Der Strom setzt für uns immer noch in die richtige Richtung (also ebenfalls südwärts) und wir kommen gut voran. Am Morgen sind wir vorbei und ich gönne mir - in der Gewissheit, dass das Rennen noch anstrengender wird - in dem kommenden landfreien Kursabschnitt nun etwas Schlaf. Mehrmals verschwinde ich für 12 min unter Deck - zwischendurch halte ich immer für einige Minuten Ausblick. Wir erreichen die Ile de Yeu, passieren und noch ein Stück weiter südlich biegen wir endlich in Richtung Port Bourgenay ein. Am Horizont erkenne ich bereits einige Segel - die in die andere Richtung auswandern. Etwas später passieren uns auch direkt einige der anderen Teilnehmer auf Gegenkurs.

Der Wind hat inzwischen gut aufgefrischt. Ich stelle fest, dass ich zur Tonne viel zu hoch bin und falle nun ordentlich ab. Wir runden die Tonne mit einer Halse und treten auf einem Am-Wind-Kurs den Rückweg an.

Ich werde über Funk gefragt, ob ich die brasilianische Teilnehmerin Isabelle Pimentel unterwegs gesehen habe oder Funkkontakt mit ihr hatte. Ich muss die Frage verneinen.

Einige Zeit nachdem ich die Marke gerundet habe, verlässt auch das Markboot seine Position und segelt los. Sollte ich wirklich das Schlusslicht des Feldes sein? Isabellel jedenfalls scheint noch nicht hier an der südlichen Marke gewesen zu sein… Dann, etwa eine Stunde später sehe ich Ihren roten Spi. Sie fährt auf die Tonne zu und versucht über UKW-Funk das Race-Commitée zu erreichen. Die sind aber schon aufgebrochen… Trotzdem scheint noch jemand an Land die Rundung von Isabelle zu zeiten und wünscht ihr einen gute Nach-Hause-Kurs.

Der Wind nimmt weiter deutlich zu. Ich denke mir: Dieses Spiel kenne ich doch vom letzten Jahr…

Es geht wieder außen, d.h. westlich, an der Insel Ile de Yeu vorbei. Nun natürlich nach Norden- Wir segeln bei weiter zunehmenden Wind in die Dunkelheit. Die Nacht vergeht ohne Stress mit Fischerbooten, denen ich nicht zu Nahe komme vorüber. Am nächsten Morgen pustet es mit um die 30 Knoten. Immer wieder ziehen schnell Schauerböen auf - in denen noch mehr Wind steckt. Ich reffe immer wieder bis aufs zweite Reff.

Ich habe die Wahl die Insel Belle Ile westlich (außen) oder östlich (innen) zu passieren. Wie es so ist: Momentan kommt der Wind fast direkt aus 350 Grad. Mein Kurs wäre natürlich ebenfalls 350 Grad…

Der Wind dreht weiter nach Westen und frischt weiter auf. Ich entscheide mich deshalb die Belle Ile innen zu passieren. Das passt soweit auch gut und in der Abdeckung der Insel habe ich etwas Schutz vor der starken See, die dauernd heran läuft. Aber dann kommt es plötzlich ganz dick: Ich schaffe es gerade noch schnell aufs Vordeck um die Fock zu reffen. Ich bin ca. 1,5 Meilen östlich der Insel und es pustet und regnet nun so stark, dass die Insel komplett verschwindet… Es ist als wäre Nebel um mich herum… Das ganze Schauspiel dauert so ungefähr 45 min. Während dieser Zeit fahre ich nicht zu hoch, so dass ich mit 7 Knoten nach Norden rausche:-) Der Wind lässt nach und kommt nun auch aus ca. 345 Grad… in diese Richtung muss ich auch genau um die Insel Groix nördlich zu runden! Es wird eine lange Kreuz. Mir kommen - in Rauschefahrt mit Spi oben - die ersten Boote des Feldes entgegen… Auf diesem letzten Schenkel wäre ich auch gern bereits.

Es dauert 10 Stunden bis ich Groix erreiche, bei ca 30 Knoten Wind und in finsterer Nacht. Die Passage nördlich der Insel ist ca. eine Meile breit. Links und rechts liegt eine Vielzahl von Steinen. Aber es funktioniert gut. Wir fahren in die schmale Passage auf diesem Bug soweit es geht und legen dann um. Nur ausreichend auf die Tonnen achten!

Der Rückweg wird vergleichsweise angenehm. Es wird langsam hell und ich habe die Sicherheit, dass ich die 40 Meilen bis zum Schließen der Ziellinie gut schaffe: Wenn nichts bricht!

Ab 6 Uhr fängt der Wind an einzuschlafen. 10 Knoten…8 Knoten. Ich habe noch 6 Meilen bis zur Ziellinie. ..7 Knoten Wind. Als es noch drei Meilen bis zum Ziel sind, aber ebenso wenig Wind werde ich über Funk von der Küstenstation gerufen, die mich wahrscheinlich in Richtung Pornichet schleichen sieht. Funkkontakt. Dann meldet sich das Race-Commitée: Ich werde am Ziel abgeholt. Ein gute Nachricht für mich, denn die 5 Meilen nach dem Ziel über die Bucht würden bei dieser Geschwindigkeit vielleicht noch einmal weitere zwei Stunden dauern.

Ich merke wie müde ich wirklich bin. Ich sehe die Tonnen zum Eingang der Bucht: Das Ziel! Konzentration. Ich passiere. Es ist 9:38 Uhr. Wunderbar! Ich fühle mich großartig! Ich belohne mich sofort mit einer Tafel Schokolade. Mir kommt ein Schlauchboot entgegen: “Bravo, Norbert!”, “Qui, Merci!”.

Am nächsten Tag gibt es die Siegerehrung.

Pornichet Select 650 2009 Prize Giving

Die Gewinner bei den Serienbooten sind:

1 Xavier MACAIRE, 472, Masoco Bay
2 Riccardo APOLLONI, 426, Ma vie pour mapei
3 Amaury FRANCOI, 697, Groupe qualitel

PornichetSelect650 2009 winner series

Die Gewinner bei den Protos sind:

1 Thomas RUYANT, 667, Faber France
2 Henry-Paul SCHIPMAN,716, Maisons de l’avenir - Urbatis
3 Olivier AVRAM, 618, Cap Monde

Und dann kommt für mich das Unglaublichste: Der Wettfahrtleiter erzählt etwas von einem “Special Prize this year”! Und er sagt: “Norbert Maibaum”. Alle Anwesenden kucken zu mir… Wow! Das ist echt!

Mit Applaus nehme ich den Preis für den Teilnehmer, der am längsten auf See war entgegen:

“Norbert, because you were so long out there, you must love the sea very much!”,

NorbertMaibaum PornichetSelect650 2009

“Merci a tous!”. Das Pornichet Select 6,50 2009 war ein spannendes und hartes Rennen und ich habe es gefinished ! :-)

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Pornichet Select 6,50 - 2009: Bericht Teil 2 - Der Start

Mai 16th, 2009 · Pornichet Select 6,50 Ed. 2009, Qualifizierung Transat 6,50

Der Wind ist für uns genau an der Grenze: 18 Knoten. Ich entscheide mich erstmal für das erste Reff im Groß. Die Fock setze ich nicht, sondern warte damit - so wie die meisten der anderen Boote. Einige davon verbringen die Wartezeit sogar beigedreht und nur treibend: mit der Fock back stehend und offener Großschot … an Deck ist niemand zu sehen.

Bei den 64 Mini´s die sich bald in der kleinen Bucht vor Pornichet tummeln ist einige Vorsicht geboten. Etwa eine halbe Stunde vor dem Start entscheide ich mich die Genua anstelle der Fock zu nutzen und wechsle, d.h. Fock abbauen und unter Deck bringen, Genua hoch und anschlagen. Das Groß ist bereits seit einer Stunde ausgerefft. Der Wind ist inzwischen runter auf etwa 10 Knoten.

Die Startlinie ist aufgebaut und zweimal segele ich diese ab. Ich entscheide mich dafür die Mitte der Linie zu wählen. Beim Start erwische ich eine große Lücke. Das ist gut, denn damit habe ich auf jeden Fall freien Wind. Und ich bin auf der “richtigen” Seite. Die Boote die von der anderen Seite kommen müssen mir ausweichen.

Pornichet Select 650 2009 Start

Sicherheitshalber sitze ich unten in Lee. Plötzlich, bevor ich realisiere was passiert kommt ein anderes Boot von der falschen Seite, also von unten. Der Skipper ist an Deck und wir haben Blickkontakt. Eine Sekunde: Er wird sofort die Pinne nehmen und hinter mir rumgehen. Noch eine Sekunde: Jetzt aber! Er sieht mich doch, was ist denn los? Wenn ich jetzt selbst abdrehe knallt der mir in meine Ruderanl…WWRRRRUUUMMMMSSS !! AUUUUAA!

Das gibt es doch nicht! Der Typ ist mir voll in die Seite  gefahren! Wahnsinn! Er flucht, ICH AUCH! Ich war auf der richtigen Seite: PROTEST!

Ich melde mich über Funk beim Startschiff und reporte den Vorfall.

Der Schaden sieht wirklich nicht gut aus. WIR SIND IN EINEM RENNEN! Die möglichen Optionen ziehen mit Geschwindigkeit an mir vorbei: Abbruch? Reparaturstopp? Weitersegeln?

“Muss ich abbrechen?” “NEIN!”,

“Habe ich einen Wassereinbruch?” “NEIN!”

“Muss ich direkt reparieren?” Keine Antwort. “MUSS ICH DIREKT REPARIEREN?” Ich sehe wie die anderen Boote segeln. 10, 15 Bootlängen sind die schon weg… “MUSS ICH DIREKT REPARIEREN?” “NEIN!”

Weitersegeln? “JAA!” “WEITERSEGELN!” “WIR SIND IN EINEM RENNEN!” “WIR SEGELN DIESES RENNEN!”

Und wir nehmen wieder Fahrt auf. Die Regattaleitung ruft jetzt auch die beiden Boote des Zusammenstoßes. Ich antworte. Ich melde meinen Protest an. Der Schaden zwingt mich nicht zum Stopp oder Abbruch. Ich frage, ob ich direkt weitersegeln kann. “Qui, Ok 338, you can continue the race.” “Commitee pour 338, merci”.

Und los geht es. ES IST EIN RENNEN! Es ist das PORNICHET SELECT 6,50!

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Pornichet Select 6,50 - 2009: Bericht Teil 1 - Vor dem Start

Mai 5th, 2009 · Pornichet Select 6,50 Ed. 2009, Qualifizierung Transat 6,50

Die obligatorischen drei Tage der Startvorbereitung des Rennens wurden von mir voll genutzt: Die gesamte Ausrüstung nochmals durchgehen, Trimm optimieren, Sicherheitsprüfungen absolvieren. Bis zur Starterlaubnis mussten auch die Race-Dokumente vollständig sein und der Lichtcheck, der Funkcheck und die Pharmazie-Kontrolle durchlaufen werden.

338 CoconutRun from Top

Zwischendurch ein Empfang des Veranstalters für alle Skipper. Auch in diesem Jahr ist wieder ein internationales Feld mit Skippern aus 11 Nationen anwesend. Da die Boote in der großen Marina nicht alle an einem Ponton liegen, treffen hier zum ersten Mal alle Teilnehmer zusammen. Für mich ist es toll die mir bekannten Skipper zu treffen, mit denen ich nach der langen und harten Saison 2008 jede Menge Erlebnisse teile. Nach dem langen Winter gibt es ein wirklich herzliches Wiedersehen. Dazu kommt das einige Skipper neue Boote und einige Boote neue Skipper haben. Es gibt viel auszutauschen: Die Mini-Szene lebt und verändert sich jede Saison wieder etwas. Nach außen ist das neue Klassenlogo der “Classe mini” das deutlichste Zeichen dafür.

Classemini

Der Morgen des Starttages beginnt mit einem gemeinsamen Frühstück für die Skipper und dem anschließenden Briefing. Gleich anschließend gebe ich mein Handy in die Sicherheitsverwahrung - die Mitnahme bei den Rennen ist nicht erlaubt, da die Rennen ohne fremde Hilfe von außen gesegelt werden müssen.

Pornichet Select650 2009

Ein Blick auf die Liste zur Reihenfolge des Rausschleppens bringt mich in Unruhe - denn wir sollten bereits um 9.40 Uhr dran sein. Also zurück zu Coconut Run: Landstromkabel abklemmen, Ölzeug anziehen und ein Dinghi ranwinken. Damit sind wir als eines der ersten Boote draußen und haben noch gute zweieinhalb Stunden Zeit bevor die Startphase beginnt.

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À la bonne heure !

April 28th, 2009 · Pornichet Select 6,50 Ed. 2009, Qualifizierung Transat 6,50

Heute Morgen um 09:38 Uhr hat Norbert das Pornichet Select 6,50  - 2009 erfolgreich beendet und ist als 40. von 64 gestarteten Skippern ins Ziel gekommen. Bravo !

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ETA zwischen 03 und 04 Uhr

April 27th, 2009 · Pornichet Select 6,50 Ed. 2009, Qualifizierung Transat 6,50

Nach neuesten Informationen wird Norbert heute Nacht zwischen 03 und 04 Uhr morgens im Ziel erwartet. Bis dahin weiter gute Fahrt ! Danach sind wir nicht mehr auf die Informationen des Veranstalters angewiesen, dann kann uns Norbert selbst berichten wie es wirklich war…ich bin gespannt !

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Auf der Zielgeraden

April 27th, 2009 · Pornichet Select 6,50 Ed. 2009, Qualifizierung Transat 6,50

Die dritte Nacht bricht herein und während sich die bereits angekommenen Skipper eine warme Mahlzeit im Restaurant schmecken lassen, befinden sich noch 13 Einhandsegler auf der Zielgeraden. Die Wetterverhältnisse haben sich im Vergleich zu heute Morgen wesentlich verbessert. Es weht ein moderater Nordwestwind mit ca. 10 - 12 Knoten, der auf dem letzten Wegstück angenehme Segelbedingungen unter einem unbewölkten Sternenhimmel bereiten sollte. Der Großteil der Minis wird die Ziellinie heute noch vor Mitternacht erreichen. Ich drücke Norbert aus der Ferne die Daumen, dass er mit Coconut Run auch bald die erste Regatta in 2009 erfolgreich abschließen kann. Allez les gars!

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Aufgebriest

April 27th, 2009 · Pornichet Select 6,50 Ed. 2009, Qualifizierung Transat 6,50

Das Pornichet Select 6,50 - die erste der Classe Mini-Regatten am Atlantik in dieser Saison - wird auch dieses Jahr ihrem Ruf gerecht anspruchsvoll zu sein. Zeuge dafür ist die stetig ansteigende Zahl der Rennabbrüche. Die zweite Nacht bleibt nicht so beschaulich wie ihre Vorgängerin. Der Himmel verdunkelt sich, der Wind nimmt zu und dreht auf West, Schauer ziehen auf. Bis zum Morgen haben weitere 9 Skipper das Rennen vorzeitig beendet, während der Führende bereits die nördlichste Wendemarke - Ile de Groix - rundet und das Ziel in Pornichet ins Visier nimmt.

Leider bleiben die Positions- bzw. Passagelisten des Veranstalters unvollständig, so dass es keine aktuellen Informationen zu Norberts Positionen gibt.

Um 12:04 Uhr quert Thomas RUYANT (667) die Ziellinie und gewinnt damit die Wertung der Prototypen. Henry-Paul SCHIPMAN (716) und Olivier AVRAM (618) komplettieren das Podium kurze Zeit später.

Die Wetterbedingungen verschlechtern sich. Der Wind weht mittlerweile mit 30 und in Böen von 35 Knoten. Am Nachmittag gibt es auch endlich Nachrichten von Norbert. Das in seiner Nähe segelnde Regatta-Begleitboot meldet, dass sie sich auf Höhe “Pointe de Talut” westlich der Belle Ile befinden. Die gemeldete Windrichtung könnte mit Nordwest kaum ungünstiger sein. Die Windstärke von 5-6 lässt zudem noch einen unangenehmen Wellengang vermuten.

Während nach und nach weitere Minis ins Ziel kommen, erhöht sich auch die Zahl der Abbrüche. Sébastien ROGUES (552) musste einen Notruf absetzen und Schlepphilfe anfordern, nachdem er in der Nähe der Halbinsel Quiberon strömungsbedingt in Probleme geraten ist, befindet sich jetzt aber wie alle anderen “Abbrecher” wohlbehalten im Hafen.

Um 17:13 Uhr steht der Sieger der Serienbootwertung fest: Xavier MACAIRE (472) sichert sich den ersten Platz mit nur zwei Minuten Vorsprung vor dem Zweitplazierten Riccardo APOLlONI (426). Eine gute Stunde später vervollständigt Amaury FRANCOIS (691) die ersten drei Ränge.

Eine Prognose über Norberts Zielankunft bleibt durch die spärlich vorhandenen Informationen schwierig. Die Distanz von der letzten Standortmeldung sind geschätzte 80 Meilen bis zum Ziel, wobei ca. ein Drittel der Strecke direkt gegen 5-6 Windstärken anzukreuzen sind.

Der nachfolgende Link liefert ein paar Bildimpressionen des Rennbeginns:

http://www.audialog.com/voile/Sportive/Select/indexgallery.html

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Sternenklare Nacht

April 26th, 2009 · Pornichet Select 6,50 Ed. 2009, Qualifizierung Transat 6,50

Die erste Nacht auf See blieb ruhig für Norbert und die übrigen Regattateilnehmer. Bei moderatem Wind um 12 Knoten segeln die Einhandskipper mit ihren Minis unter einem klaren Sternenhimmel. Trotz der guten Bedingungen müssen zwei weitere Teilnehmer das Rennen abbrechen. Hugo LAVAISSIERE (527) wird Opfer einer Kollision und ist in den Hafen von Pornichet zurückgekehrt, wohin ihm auch Davy BEAUDART (674) folgen wird, der ein OFNI - objet flottant non identifié - ein nicht identifizierbares, schwimmendes Objekt gerammt hat, wodurch sein Backbordruderblatt zerstört wurde. Benoît SINEAU (579) ist aus unbekannten Gründen nach Port Bourgenay abgelaufen.

Der Wind hat ein wenig aufgefrischt sodass Thomas RUYANT (667) heute Vormittag um 10:01 Uhr als Erster des Feldes die südliche Wendemarke in Form der rot-weissen Ansteuerungstonne von Port Bourgenay runden konnte und jetzt dicht gefolgt von 4 Booten dem Hauptfeld in nördlicher Richtung entgegenfährt.

Norbert befindet sich laut den vom Veranstalter veröffentlichten Kontrolllisten die an ausgewählten Wegepunkten die Passage der Boote dokumentieren momentan am Feldende. Der Focus dieser Regatta liegt auf dem erfolgreichen Absolvieren des Parcours und dem Passieren der Ziellinie vor Zielschluss. Dies bedeuted für Norbert dann die Vollendung aller von der Classe Mini aufgestellten Anforderungen für die Teilnahme am Transat 6,50 im September diesen Jahres.

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